Reiseberichte

Mai 2012

Reisebericht Komodo


ICH BIN WIEDER DA …… leider ;-( Aber glücklich ;-)

Denn der Urlaub war wirklich wunderschön. Und die Zeit ist – mal wieder – soooooooo schnell vergangen. Doch wie heißt es so schön: nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub !

Ich möchte dich/euch für ein paar Minuten auf eine kurze Reise "mitnehmen" ! Würde mich freuen, wenn ich das schaffen sollte und meine Begeisterung ein bisserl überschwapppt.

Doch der Reihe nach:

Nach dem zwischenzeitlich so ganz normal gewordenen "Alltagsstress", wo zwischen Arbeiten und Arbeiten nicht mehr viel Kraft für anderes übrig bleibt und dadurch leider leider auch so manche sozialen/zwischenmenschlichen Kontakte auf der Strecke geblieben und von mir vernachlässigt worden sind, stand am 09.05.2012 endlich der erste Urlaubstag an. Die Vorbereitungen bzw. noch nötigen Besorgungen samt Haare-ab-Termin hatte ich diesmal frühzeitig erledigt, so dass der letzte Tag vorm Urlaub nicht zum Supergau ausgeartet ist und ich tatsächlich noch zur normalen Uhrzeit in´s Bett kam (die letzte Nacht ist nämlich ab und zu schon mal sehr kurz ausgefallen, wenn ich halt nicht in die Pötte kam …).

Mittwochmorgen Punkt 10:15 Uhr stand ich samt Gepäck auf der anderen Straßenseite und wurde von einem Mitreisenden eingesammelt. TA+WO stiegen beim Tauchladen ein, dann ging´s zum Flughafen, wo wir die anderen trafen. Insgesamt zu neunt sind wir dann mit einem A380 nach Singapur geflogen. Am dortigen Flughafen kurze Orientierung und mit dem Shuttlezug zum Terminal3 – und weiter ging´s nach Denpasar/Bali. Dort wurden wir von einem sehr gesprächigen Gusti eingesammelt, der uns wortreich sein Land und vor allem seine Dienste anpreisend mit dem wie üblich zu kleinen Gefährt in unser Hotel brachte.

Komisch – irgendwie ist es immer und überall das gleiche. Dass 9 Personen inclusive Tauchgepäck (also i.d.R. 2 Gepäckstücke pro Person – davon eine etwas größere Tauchtasche) nur schwierig in ein für 9 Personen ausgelegtes "normales" Fahrzeug passen, das wird immer wieder trotz entsprechender Hinweise ignoriert. Wenn wir dann am Flughafen vor dem uns zugedachten Bussi stehen – dann werden die Augen groß.

Na ja, irgendwie wird dann aber immer alles eingepackt bzw. gestapelt. Bequem fahren ist aber anders…

Nach einem einstündigen STOP- und GO-Trip quer durch Denpasar checkten wir im Hotel ein – für eine Nacht OK. Nach mehr oder weniger erfolgreichem Besorgen von lokalen SIM-Karten (man sollte nicht glauben, dass in einem Land, wo wirklich jeder mit Handy versorgt ist, es so schwierig sein könnte diese zu "finden" ) haben wir uns - anstelle im Hotel zu essen - zu Fuß in die "City" gewagt . Zu diesem Zeitpunkt wussten wir ja schon über die Verkehrsverhältnisse, sprich die mit Autos und vor allem Mopeds überfüllten Straßen, Bescheid. Und ACHTUNG: Linksverkehr !

Was man hier braucht ? Mut und Durchsetzungsvermögen !!! Denn Bürgersteige sind Mangelware, Fußgängerampeln gibt´s nicht. Also links und rechts schauen, die erste größere Lücke nutzen, zügig loslaufen und immer schön mit Handzeichen DANKE sagen. Doch immer mit allem rechnen. Dabei fiel uns – positiv - auf, dass anders als zum Beispiel in Ägypten hier trotz der Verkehrsdichte kaum gehupt wurde.

Wir sind dann in einem Lokal eingefallen, das mit unserer Beköstigung sein Abend-SOLL erfüllt hatte. An einem Flüßchen gelegen war´s sehr idyllisch, das Essen lecker – und vor allem das Bintang schmeckte ;-)

Am nächsten Morgen wieder alles einpacken und zum Flughafen zurück. Diesmal aber zum national-airport. Die letzte Etappe sind wir dann mit einer immerhin 4propellerigen Maschine nach Labuan Bajo auf Flores weitergeflogen. Interessantes und auffälliges Detail hierbei: die Verköstigungsschachtel mit einem Becher Wasser und einem Schokohörnchen – mal ganz was anderes.

Abgeholt hat uns unser Guide Egi (eigentlich Egitadäus) und zum nahe gelegenen Hafen gebracht. Mit dem Zodiak ging´s dann zur MV Tarata. Schiff erkunden, Kabinen beziehen, Tauchgerödel auspacken, Taschen verstauen – und "ankommen". Denn schon nachmittags ging´s los mit dem ersten Tauchgang, darauf folgend ein Nachttauchgang.

Der Tagesablauf der nächsten 10 Tage:

Briefing jeweils um 7:00 + 11:00 + 15:00 + 19:00 Uhr, dazwischen Frühstück + Mittagessen + Snack + abschließend Abendessen. Somit sind wir dem Gerücht gerecht geworden, dass man bei einer Tauchsafari eigentlich nur taucht, isst und schläft ;-) Und das in regelmäßiger Abwechslung.

Das Tauchen war TOP. Spätestens am zweiten Tag fiel auf, dass die Riffe alle völlig unversehrt sind. An keiner Stelle haben wir Schäden durch geworfene Anker, dappische Taucher oder aber durch Unwetter entdecken können. Die Korallenvielfalt ist auffallend groß, die Tierartenvielfalt ebenso. Es gibt extrem viel Fisch in Schwärmen aller Arten, Kleinkram in allen Farben und Formen, Haien kann man immer wieder begegnen und im Süden war bei MANTA ALLEY auch wirklich Manta-Garantie gegeben.

Bezüglich der Strömungen hatten wir relativ viel Glück – wir konnten an exponierten Stellen wie z.B. CASTLE ROCK ohne Strömungen tauchen, wohl da Neumond vor der Tür stand. Dafür war an anderen Stellen erwartungsgemäß viel "Pfiff" – nicht umsonst heißt z.B. ein Tauchplatz SHUT GUN. Dort war wirklich Fliegen angesagt …

Bei diesem und einem ähnlich "strömigen" Tauchgang hab ich was gelernt: ICH BRAUCHE NEUE FLOSSEN !!! Meine alten IDEAs, die mir seit jetzt fast 14 Jahren treue Dienste geleistet haben, sind nämlich nicht wirklich strömungstauglich.

Unsere Guides und ihre Briefings waren super. Die gemalten UW-Karten stimmten immer mit der Realität überein, man erkannte sie UW wieder. An Plätzen wie z.B. CURRENT CITY haben sie uns sicher zum einen runter gebracht, zum anderen sind wir zwischen den wechselnden Strömungen getaucht, ohne dass es Probleme gab. Wenn man sich vom Schiff aus die Wasseroberfläche mit den Oberflächenströmungen angeschaut hat, dann hat man nämlich erkannt, dass "da unten" nicht immer und überall alles so ruhig und still ist. Da hieß es einfach: tu was der Guide sagt, der weiß Bescheid ! Eine Frage des Vertrauens.

Um das Abtauchen schnell und problemlos hin zu kriegen, wurde ganz einfach der negative Abstieg praktiziert. Mit anfangs mehr oder weniger Erfolg ;-) Doch nur Übung macht den Meister, von Mal zu Mal wurde es besser. Und am Ende klappte es bei allen recht gut.

CASTLE ROCK habe ich zu meinem persönlichen Lieblingsplatz erkoren – dort war Fischsuppe pur !!! Und bei unserem letzten Tauchgang hat das Meer noch mal alles gegeben, was es im Angebot hatte: von diversen Schwärmen über ´nen Hai, vom Napoleon zur Turtle, vom Stechrochen bis zum Pygmäenseepferdchen, von den ganz normalen bis zur Gummibärchenschnecke ;-) Einfach toll.

Im Süden der Insel Rincon hatten wir ein paar Tage vorher in einer Mittagspause ein Erlebnis der besonderen Art: haben wir doch 5 dragons (= Komodowarane) an einem Strand gesehen. Sind mit dem Zodiac rüber gefahren und gelandet und haben vor Ort insgesamt geschätzte 1.000 Bilder gemacht.

Mein Respekt vor diesen Tieren, die mich stark an Jurrasic Park erinnerten, ist ob der Nähe noch größer geworden. Wenn sie nur faul im Sand liegen und Sonne tanken – dann sehen sie wie ein "Flatsch" aus. Doch das ist nur scheinbar harmlos und bestimmt nur Tarnung ! Nicht nur, dass sie echt groß sind (bis 3,00 Meter von Kopf bis Schwanzspitze) – wenn sie sich erheben und Gas geben, dann können sie tierisch schnell sein.

2 Tage später haben wir noch eine dragon-Station im Norden von Rincon besucht und mit 2 Rangern einen Walk gemacht. Dabei konnten wir sogar ein dragon-Baby auf einem Baum entdecken. Dort leben sie nämlich bis zu 3 Jahren, bis sie groß genug sind, um ihren kannibalistischen Artgenossen stand zu halten. Außerdem sind wir auf einen Berg/Hügel hoch – und hatten dort einen wunderschönen Ausblick auf´s Meer und unser Schiff.

Zwischendrin habe ich mal fast 48 Stunden auf´s Tauchen verzichtet – mein Gehörgang hat gezickt. Diese Zeit war auch schön, habe ich doch einfach mal Urlaub gemacht. War also keine verschwendete Zeit. Nach und nach hatten einige von uns Ohrprobleme – da hat sich dann gezeigt, wie wichtig es ist, dass man die passenden Ohrentropfen mit hat. Schlimmeres ist nicht passiert, und das ist ja schon mal was. Frau Doktor musste also nur die Ohrensprechstunde machen ;-)

Am letzten Abend haben wir mit Egi und Putu eine Stadtbesichtigung in Labuan Bajo gemacht – bzw. was man halt so darunter versteht. Endziel war das TreeTop, ein sehr gemütliches Lokal, wo wir vom ersten Stock aus einen super Blick über die Bucht hatten und den Sonnenuntergang genießen konnten. Und hier gab´s nicht nur Bintang !!! Da gerade Ebbe war, konnten die Leute innerhalb von Minuten ihre Boote trockenen Fußes erreichen. Nur der ins Wasser abgerutschte Bagger lag auch dann noch mehr schräg als schief – und war wohl nicht mehr zu "retten".

Was uns Putu erzählte und wir wirklich kurios fanden:

Auf Bali existieren eigentlich nur 4 Namen. Egal ob Junge oder Mädchen, die/der Erstgeborene heißt Putu, das zweite – dritte - vierte Kind … HAB ICH VERGESSEN … Das fünfte Kind heißt dann wieder Putu u.s.w. Da es ja etwas schwierig wäre, die Menschen auseinander zu halten, bekommen alle einen ergänzenden Zweitnamen. Unser Putu heißt z.B. Putu Wischnu zzgl. Nachname. Diese Namensgebung ist nur auf Bali so, man kann also am Namen erkennen, wenn jemand Balinese ist.

Nach insgesamt 11 Nächten hieß es dann am nächsten Morgen nach einem letzten Gruppenbild (zum Glück ist die Kamera beim Selbstauslöserbild nicht von der Reling geplumpst) Abschied nehmen und es ging erstmal zurück nach Denpasar. Von dort aus mit dem – wieder zu kleinen - Bussi und mit einen anderen, diesmal aber sehr schweigsamen Gusti (scheint ein beliebter Name zu sein), in einer mehr als zweistündigen Tour quer durch Denpasar ein Stück in den Norden nach Ubud, eine Künstlerstadt. Für 2 Nächte durften wir im Royal Pita Maha logieren – nach unserer einfachen Schiffsunterkunft ein wahrhaft royales Vergnügen.

Wir hatten keine Zimmer sondern jeweils eine Villa mit geschätzten 75 qm. Verteilt auf ein riesiges Schlafzimmer mit einem Bett, in dem auch 4 Personen problemlos hätten schlafen können, samt separatem Arbeitszimmer (mit TV, Minibar, Internetzugang und Telefon) und einem Bad mit großer runder, in den Boden eingelassener Stein-Badewanne. Gekrönt wurde die Villa von jeweils einem eigenen Pool. Dass nach 11 Tagen kalt-Duschen hier heißes Wasser aus dem Hahn kam, geriet da fast zur Nebensache ;-) Die insgesamt 7 flauschigen Handtücher, die uns hier zur Verfügung standen, brauchte ich jedoch trotzdem nicht alle, ebenso wenig den Bademantel.

Das weitläufige Hotelgrundstück liegt an einem Hang, von unten bis oben bestimmt 250 Stufen. Mittendrin ist schon ein Aufzugturm eingebaut, ohne ihn wären es noch mehr Stufen. Es gibt mehrere Pools, ist total schön bewachsen, überall stehen steinerne Figuren, es gibt kleine Tempel, etc. Alles in allem einfach viel zum Gucken und Photographieren. Vor allem auch viele Frösche !!!!!!!

Besonders dekadent erschien mir, dass einem beim Hinsetzen nicht nur der Stuhl unter den Hintern geschoben wurde – nein, es wurde einem auch die Serviette auf den Schoß gelegt. Solches Verhalten bin ich eben nicht gewöhnt ;-)

Am nächsten Tag machten wir vormittags einen Ausflug in den Monkeyforrest. Die Makaken dort werden z.T. von den Touris gefüttert. Vor allem Japaner und Amerikaner wundern sich dann und schreien, wenn die Affen ihnen auf die Schultern und Köpfe springen. Tsetsetse, ich persönlich hatte verdammt viel Respekt vor ihren Zähnen und machte manchmal einen Bogen um sie, wenn sie ziemlich selbstbewusst und zähnefletschend vor mir saßen.

Zurück sind wir nach Ubud gelaufen – in der Monkeyforrest Road. Dort reiht sich Geschäft an Geschäft, fliegende Händler sitzen auf der Straße und wollen ihre Dinge verkaufen. Wer dort noch kein Mitbringsel gefunden hat, konnte dann in der Stadt in den Basar gehen. Ein überdachtes Refugium, in dem sich Stand an Stand auf kleinsten Flächen drängen.

Doch so viel Zeit hatten wir hier (zum Glück !?!) gar nicht – mussten wir doch zurück ins Hotel, da uns ja um 14:30 Uhr schon ein Shuttle zum Spa abholen wollte ! Ich hatte zusammen mit Tanja ein 2,5stündiges Rundum-Verwöhnprogramm gebucht – das Angel Spa. Einfach nur schöööööööööön. Habe dabei irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft z.B. die Gesichtsmaske wechselte. 2,5 Stunden nur entspannen – und "sprachlos" genießen ;-)

Hinterher waren wir (immerhin haben 7 von 9 das Spa genutzt) alle fit gemacht für unser Abendprogramm – einen balinesischen Abend im Lotus Cafe. Nicht einfach nur "plingpling", sondern eher eine Art Theatervorführung auf balinesisch beim Abendessen. Hat uns allen gut gefallen.

Am nächsten Morgen hieß es schon um 6:00 Uhr Abfahrt zurück zum Flughaben (wir brauchten aufgrund der frühen Zeit nur gut 1 Stunde, außerdem hat man uns für den besseren Komfort diesmal 2 Autos zur Verfügung gestellt).

Über Singapur zurück nach Frankfurt (hurra, ich hatte eine 3er Reihe am Fenster für mich ganz alleine – da konnte ich himmlisch schlafen). Ankunft war OT 21:10 Uhr nach einem super Landeanflug quer über Frankfurt bis hinter Mainz und wieder im Sinkflug zurück. Dieser Tag war schon lang und ich habe zu Hause die Dusche wahrlich genossen ;-)

Alles in allem:

Eine tolle Reise mit ganz vielen Eindrücken, die ich alle nicht missen möchte. Ich freue mich jetzt schon auf´s nächste Mal !

Und, hat´s geklappt mit dem "auf eine kurze Reise mitnehmen" ??? 

Cynthia

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